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Zinsen und Rahmenbedingungen
Warum der Markt 2022 gedreht hat, was sich seither verändert hat und warum laufende Mietverträge und neu abgeschlossene Mietverträge immer weiter auseinanderliegen.
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Klarstellung
Was wir aus alldem nicht ableiten
Wir sagen keine Preise voraus. Wie sich die Zinsen in den nächsten Jahren entwickeln, weiß niemand. Ohne das ist jede Preisvorhersage für den Immobilienmarkt eine Behauptung.
Seriös sagen lässt sich dreierlei. Die Richtung der Zinsen erklärt die Preisbewegung der Vergangenheit sehr gut. Das Angebot bleibt in Berlin knapp. Und die Lücke zwischen alten und neu abgeschlossenen Mietverträgen ist die auffälligste Spannung im Markt.
Wer daraus eine eigene Entscheidung ableiten will, richtet sie an der eigenen Finanzierung aus und daran, wie lange er die Immobilie halten will. Nicht an einer Marktmeinung.
Häufige Fragen
Zinsen und Markt: häufige Fragen.
Stand der Antworten: 18. September 2026
Warum steht hier der Zins für Anleihen des Bundes und nicht der Bauzins?
Weil dieser Zins belegbar ist und bei jedem Neubau der Website frisch aus der Bundesbank kommt. Die Bundesbank veröffentlicht ihn täglich. An ihm hängen die Pfandbriefe der Banken und darüber die Bauzinsen. Eine amtliche Reihe nur für Baukredite mit über zehn Jahren festem Zins haben wir in laufend aktualisierter Form nicht gefunden. Eine Zahl aus einer Grafik abzulesen, kam nicht in Frage.
Erklärt der Zins die Preiskorrektur allein?
Nicht allein, aber er erklärt mehr als jede andere einzelne Zahl. Die langfristigen Zinsen sind seit 2020 um rund drei Prozentpunkte gestiegen (siehe Bundesbank-Reihe oben). Wer die Monatsrate ausrechnet, sieht sofort: Bei gleicher Rate ist derselbe Kaufpreis nicht mehr zu stemmen. Baukosten, Energieauflagen und die Preisvorstellung der Verkäufer wirken zusätzlich, aber schwächer.
Steigen die Mieten wirklich so stark, wie es in den Schlagzeilen steht?
Bei neuen Vermietungen ja, bei laufenden Verträgen nein. Die amtliche Mietreihe zählt alle Wohnungen mit und ist seit 2020 langsamer gestiegen als die Verbraucherpreise insgesamt. Die auffälligen Sprünge betreffen fast nur neu abgeschlossene Verträge. Für Eigentümer heißt das: Die Miete, die in Ihrem Haus heute gezahlt wird, folgt der Schlagzeile in aller Regel nicht.
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