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Maklerprovision in Berlin: wer zahlt wie viel?
Beim Verkauf einer Wohnung oder eines Einfamilienhauses an eine Privatperson teilen sich Käufer und Verkäufer die Maklerprovision (§ 656c, § 656d BGB). In Berlin liegt sie meist bei 7,14 Prozent des Kaufpreises mit Umsatzsteuer, geteilt in zwei gleiche Hälften von je 3,57 Prozent; bei 500.000 Euro Kaufpreis sind das 17.850 Euro je Seite.
Seit dem 23. Dezember 2020 darf niemand mehr die ganze Provision allein dem Käufer aufdrücken. Das gilt beim Verkauf von Wohnungen und Einfamilienhäusern an Privatleute.
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Rechner für Verkäufer
Was vom Kaufpreis bleibt
Der Rechner zieht vom Kaufpreis Ihren Anteil an der Maklerprovision ab, dazu eine Restschuld, die beim Verkauf abgelöst wird, und sonstige Verkaufskosten.
Ihre Angaben
Bitte den Kaufpreis eingeben. Restschuld und sonstige Kosten sind optional. Die Rechnung läuft in Ihrem Browser und wird nicht gespeichert. Nur wenn Sie sich das Ergebnis als PDF schicken lassen, gehen Ihre Eingaben an uns.
Nettoerlös aus dem Verkauf
Ihnen bleiben rundEs fehlen rund €
| Posten | Betrag |
|---|---|
| Kaufpreis | € |
| abzüglich Provision Verkäufer ( Prozent) | € |
| nachrichtlich: Provision Käufer (gleich hoch, zahlt der Käufer) | € |
| abzüglich Restschuld | € |
| abzüglich sonstige Kosten | € |
| Nettoerlös | € |
Halbteilung. Bei Wohnung und Einfamilienhaus mit einem privaten Käufer teilen sich beide Seiten die Provision. Arbeitet der Makler für beide, zahlen beide gleich viel (§ 656c BGB). Haben nur Sie den Makler beauftragt, darf der Käuferanteil nicht höher sein als Ihrer. Dann zahlt der Käufer seinen Teil erst, wenn Sie belegt haben, dass Sie Ihren Teil gezahlt haben (§ 656d BGB).
Frei vereinbart. Bei Mehrfamilienhäusern, Grundstücken und Gewerbeimmobilien gilt die Halbteilung nicht, ebenso wenig, wenn der Käufer als Unternehmer kauft. Höhe und Verteilung der Provision legen Auftraggeber und Makler im Maklervertrag fest, vor Beginn der Vermarktung und schwarz auf weiß. Der Rechner zieht nur Ihren Anteil ab.
Abzüge über dem Kaufpreis. Restschuld und Kosten sind höher als der Betrag, der nach der Provision vom Kaufpreis bleibt. Den Unterschied müssten Sie aus anderen Mitteln aufbringen.
Das Ergebnis hängt vor allem am Kaufpreis. Was Ihre Immobilie in Berlin erzielen kann, zeigt eine Marktwerteinschätzung.
Unverbindliche Beispielrechnung, keine Steuer- oder Rechtsberatung. Nicht berücksichtigt sind Steuern auf einen möglichen Veräußerungsgewinn (siehe Spekulationsfrist bei Immobilien) und eine mögliche Vorfälligkeitsentschädigung, wenn Sie einen Kredit vor dem Ende der Zinsbindung ablösen (siehe Vorfälligkeitsentschädigung beim Verkauf).
Was sich 2020 geändert hat
Früher war es vielerorts üblich, dass der Käufer die ganze Provision zahlte, obwohl der Verkäufer den Makler geholt hatte. Das fand der Gesetzgeber schief. Wer den Makler aussucht und ihm sagt, was er tun soll, zahlte nichts. Wer zahlte, hatte nichts zu sagen.
Seit dem 23. Dezember 2020 stehen die Regeln in den §§ 656a bis 656d des Bürgerlichen Gesetzbuchs. Der Grundgedanke: Wenn beide Seiten etwas davon haben, teilen sich beide die Kosten.
Für welche Objekte die Regeln gelten
Die Regeln greifen beim Kauf von Einfamilienhäusern und Wohnungen, und nur, wenn der Käufer Verbraucher ist. Verbraucher heißt: eine Privatperson, die nicht beruflich oder gewerblich kauft. Für Mehrfamilienhäuser, Grundstücke, Gewerbeimmobilien und für Käufer, die als Unternehmer auftreten, gelten sie nicht. Dort legen Auftraggeber und Makler Höhe und Verteilung im Maklervertrag fest, vor Beginn der Vermarktung und schwarz auf weiß.
Diese Grenze wird oft übersehen. Wer ein Zinshaus kauft, kann sich nicht auf die hälftige Teilung berufen. Umgekehrt zählt bei einer Eigentumswohnung nicht, ob Sie selbst einziehen oder vermieten wollen. Solange Sie privat kaufen, sind Sie geschützt.
Die drei Regeln im Einzelnen
- Der Vertrag muss schwarz auf weiß vorliegen, § 656a BGB. Das Gesetz nennt das Textform. Gemeint ist: lesbar und dauerhaft, also E-Mail oder Brief. Eine Unterschrift braucht es nicht. Was nicht reicht: eine Absprache am Telefon, ein Handschlag oder ein Nicken bei der Besichtigung.
- Arbeitet der Makler für beide, zahlen beide gleich viel, § 656c BGB. Lässt er sich von Käufer und Verkäufer bezahlen, muss der Betrag auf beiden Seiten derselbe sein. Hält er sich nicht daran, bekommt er von keinem der beiden etwas.
- Weitergeben nur zur Hälfte, § 656d BGB. Hat nur eine Seite den Makler beauftragt, darf sie höchstens die Hälfte ihrer Provision an die andere Seite weiterreichen. Und die andere Seite zahlt erst, wenn der Auftraggeber belegt hat, dass er seinen Teil überwiesen hat.
Die letzte Regel ist Ihr stärkster Hebel als Käufer. Sie zahlen erst, wenn der Verkäufer seinen Beleg vorlegt. Fordern Sie ihn an, bevor Sie überweisen. Niemand wird Ihnen das von selbst anbieten.
Was das in Berlin praktisch bedeutet
In Berlin liegt die Provision heute meist bei 7,14 Prozent des Kaufpreises, mit Umsatzsteuer, geteilt in zwei gleiche Hälften von je 3,57 Prozent. Diese Zahl steht in keinem Gesetz, sie hat sich am Markt eingespielt. Wie hoch sie ausfällt, halten Auftraggeber und Makler vor Beginn der Vermarktung schwarz auf weiß fest. Beim Verkauf einer Wohnung oder eines Einfamilienhauses an eine Privatperson wird geteilt (§ 656c, § 656d BGB).
Bei 500.000 Euro Kaufpreis sind das 17.850 Euro je Seite. Was sonst noch dazukommt, steht im Beitrag zu den Kaufnebenkosten in Berlin. Wo Ihr Kaufpreis realistisch liegt, zeigt eine Immobilienbewertung in Berlin; bei uns ist sie kostenlos.
Eine Formfalle, die teuer werden kann
Die Textform nach § 656a BGB wird oft unterschätzt. Steht der Provisionshinweis nur in der Signatur einer E-Mail, also unter dem "Mit freundlichen Grüßen", reicht das nach der Rechtsprechung nicht ohne Weiteres. Es muss erkennbar sein, dass hier jemand etwas erklärt, und wer das ist.
Für Makler heißt das: Der Hinweis gehört in den Text, nicht ans Ende hinter den Gruß. Für Käufer und Verkäufer heißt es: Stimmt die Form nicht, gibt es keine Provision.
Wir arbeiten mit schriftlichen Maklerverträgen und nennen die Provision im Vertragstext, nicht in einer Fußzeile. Das ist keine Förmelei. Ohne sie wäre die Vereinbarung nichts wert.
Wann die Provision überhaupt entsteht
Egal wie aufgeteilt wird, drei Dinge müssen zusammenkommen. Es muss ein Maklervertrag bestehen. Der Makler muss die Immobilie nachgewiesen oder den Kauf vermittelt haben. Und es muss daraufhin zum Kaufvertrag kommen. Platzt der Kauf, gibt es keine Provision, auch nach fünfzig Besichtigungen nicht.
Es gibt zwei weitere Fälle ohne Provision. Der Makler gehört wirtschaftlich zum Verkäufer, etwa weil beide derselben Firma gehören. Oder er hat seine Pflichten gegenüber dem Kunden verletzt. Beides kommt selten vor, aber es kommt vor.
Rechtlicher Hinweis. Dieser Beitrag gibt den Stand vom 29. Juli 2026 wieder und dient der ersten Orientierung. Er ersetzt weder eine Rechts- noch eine Steuerberatung im Einzelfall. Als Immobilienmakler dürfen und wollen wir keine Rechtsberatung erbringen. Für verbindliche Auskünfte wenden Sie sich bitte an eine Rechtsanwältin, einen Rechtsanwalt, eine Steuerberaterin oder einen Steuerberater.
Quellen
- § 656a Bürgerliches Gesetzbuch, Textform des Maklervertrags
- § 656c BGB, Lohnanspruch bei Tätigkeit für beide Parteien
- § 656d BGB, Vereinbarungen über die Maklerkosten
- § 652 BGB, Entstehen des Maklerlohnanspruchs
- Gesetz über die Verteilung der Maklerkosten bei der Vermittlung von Kaufverträgen über Wohnungen und Einfamilienhäuser, in Kraft seit 23. Dezember 2020
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Häufige Fragen
Halbteilungsprinzip: häufige Fragen.
Stand der Antworten: 29. Juli 2026
Wie viel bleibt mir als Verkäufer nach der Maklerprovision?
Bei Wohnung und Einfamilienhaus mit privatem Käufer zahlen Sie in Berlin meist 3,57 Prozent des Kaufpreises inklusive Umsatzsteuer, der Käufer gleich viel. Bei 500.000 Euro Kaufpreis sind das 17.850 Euro. Vor Restschuld und sonstigen Kosten bleiben Ihnen 482.150 Euro. Mit Ihren eigenen Zahlen rechnet das der Netto-Erlös-Rechner auf dieser Seite.
Gilt das Halbteilungsprinzip auch beim Kauf eines Mehrfamilienhauses?
Nein. Die §§ 656a bis 656d BGB gelten für Einfamilienhäuser und Wohnungen, und nur dann, wenn der Käufer privat kauft. Bei Mehrfamilienhäusern, Grundstücken und Gewerbeobjekten legen Auftraggeber und Makler Höhe und Verteilung im Maklervertrag fest, vor Beginn der Vermarktung und schwarz auf weiß.
Wann muss ich als Käufer meinen Provisionsanteil zahlen?
Erst wenn der Auftraggeber seinen Anteil belegt hat, also in aller Regel der Verkäufer. So steht es im Gesetz. Fordern Sie den Beleg an, bevor Sie überweisen.
Muss ein Maklervertrag schriftlich sein?
Bei Einfamilienhäusern und Wohnungen muss er schwarz auf weiß vorliegen. Eine E-Mail reicht, unterschreiben müssen Sie nicht. Eine Absprache am Telefon reicht nicht.
Ist die Provisionshöhe gesetzlich festgelegt?
Nein. Gesetzlich geregelt ist nur die Verteilung zwischen Käufer und Verkäufer sowie die Form des Vertrags. Die Höhe selbst ist Verhandlungssache. In Berlin sind derzeit 7,14 Prozent inklusive Umsatzsteuer insgesamt üblich, also 3,57 Prozent je Seite.
Wie hoch ist die Maklerprovision in Berlin?
In Berlin liegt sie heute meist bei 7,14 Prozent des Kaufpreises mit Umsatzsteuer, geteilt in zwei gleiche Hälften von je 3,57 Prozent. Diese Zahl steht in keinem Gesetz, sie hat sich am Markt eingespielt. Bei 500.000 Euro Kaufpreis sind das 17.850 Euro je Seite.
Wer zahlt die Maklerprovision beim Verkauf, Käufer oder Verkäufer?
Beim Verkauf einer Wohnung oder eines Einfamilienhauses an eine Privatperson teilen sich Käufer und Verkäufer die Provision (§ 656c, § 656d BGB). Für Mehrfamilienhäuser, Grundstücke, Gewerbeimmobilien und für Käufer, die als Unternehmer auftreten, gilt die Teilung nicht. Dort legen Auftraggeber und Makler Höhe und Verteilung vor Beginn der Vermarktung im Maklervertrag fest.
Ist eine niedrige Maklerprovision immer besser?
Für Ihren Erlös zählt, was nach Abzug aller Kosten vom Kaufpreis bleibt. Mit dem Rechner oben auf dieser Seite sehen Sie, wie sich Kaufpreis und Provisionsanteil auf Ihren Netto-Erlös auswirken.
Wie viel Provision darf ein Makler maximal verlangen?
Beim Kauf nennt das Gesetz keine feste Obergrenze. Die Grenze zieht § 138 BGB: Eine Provision, die in einem groben Missverhältnis zur Leistung steht, kann sittenwidrig und damit nichtig sein. Bei Wohnung und Einfamilienhaus zahlt ein privater Käufer außerdem nie mehr als der Verkäufer (§§ 656c und 656d BGB), und der Maklervertrag braucht Textform (§ 656a BGB).
Was kostet ein Makler für eine Mietwohnung in Berlin?
Für Mieter meist nichts. Seit dem 1. Juni 2015 gilt bei der Vermietung das Bestellerprinzip (§ 2 Absatz 1a Wohnungsvermittlungsgesetz): Mieter zahlen nur, wenn der Makler die Wohnung ausschließlich wegen ihres Suchauftrags beim Vermieter eingeholt hat und der Vertrag in Textform vorliegt. Auch dann sind höchstens zwei Monatsmieten ohne gesondert abgerechnete Nebenkosten zuzüglich Umsatzsteuer erlaubt (§ 3 Absatz 2).
Gilt die Teilung der Provision auch in Brandenburg?
Ja. Die Teilung nach §§ 656c und 656d BGB ist Bundesrecht und gilt in Brandenburg wie in Berlin. Eine gesetzliche Provisionshöhe gibt es in keinem Bundesland. Auch in Brandenburg sind insgesamt häufig 7,14 Prozent inklusive Umsatzsteuer verbreitet, je Seite also 3,57 Prozent. Was beim Kauf sonst noch dazukommt, zeigt der Ratgeber Kaufnebenkosten in Berlin.
Transparent von Anfang an
Wir legen Provision und Leistungsumfang vor der Beauftragung schriftlich fest.


