Marktdaten Berlin

Kaufpreisfaktor in Berlin 2026

Mehrfamilienhäuser wurden in Berlin 2026 zum 21,1-Fachen der Jahresmiete verkauft. Das ist der Wert in der Mitte aller Verkäufe, Fachleute nennen ihn Median: die Hälfte lag darüber, die Hälfte darunter. Gerechnet wird mit der Kaltmiete, also ohne Nebenkosten. Quelle: Guthmann Estate auf Basis der Transaktionsdaten des Gutachterausschusses, Stand 19.08.2026. Je Bezirk reichen die ausgewiesenen Werte von 15,9 in Marzahn-Hellersdorf bis 24,5 in Charlottenburg-Wilmersdorf. Aus den geforderten Preisen für Eigentumswohnungen errechnet sich für Berlin ein höherer Faktor von rund 30,6.

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21,1-fachSo viele Jahresmieten steckten im Kaufpreis eines Mehrfamilienhauses in Berlin, Wert in der Mitte aller beurkundeten Verkäufe (2025: 22,4-fach)Guthmann Estate auf Basis der Transaktionsdaten des Gutachterausschusses, Stand 19.08.2026
24,5-fachJahresmieten im Kaufpreis eines Mehrfamilienhauses, Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf (City West)Guthmann Estate auf Basis der Transaktionsdaten des Gutachterausschusses, Stand 2026
rund 30,6Rechnerischer Faktor aus den geforderten Preisen für Eigentumswohnungen, Berlin gesamtIBB-Wohnungsmarktbericht 2025, Tabellenband, eigene Berechnung
rund 4,1 ProzentMieteinnahme im Verhältnis zum Kaufpreis, Mehrfamilienhaus City West, vor allen Kosten100 geteilt durch den Guthmann-Faktor 24,5, eigene Berechnung, Stand 2026

Was der Kaufpreisfaktor aussagt

Der Kaufpreisfaktor ist der Kaufpreis geteilt durch die Jahresmiete, gerechnet ohne Nebenkosten. Er sagt, wie viele Jahresmieten ein Käufer bezahlt. Beim Berliner Wert von 21,1 steckt im Kaufpreis eines Mehrfamilienhauses also das 21,1-Fache der Jahreskaltmiete.

Wer zum Vermieten kauft, erfährt aus dem Faktor mehr als aus dem Quadratmeterpreis. Er stellt Preis und Mieteinnahme nebeneinander. Der Bezirk mit dem höchsten Quadratmeterpreis hat nicht automatisch den höchsten Faktor. Kosten, Leerstand und Zinsen bleiben außen vor. Der Faktor ist der Anfang einer Rechnung.

Abschluss oder Angebot: zwei Faktoren

Es sind zwei Arten von Faktoren im Umlauf, und sie liegen weit auseinander. Die eine beruht auf Kaufverträgen beim Notar, die andere auf Anzeigen. Wer beide vermischt, kommt zu falschen Schlüssen.

MerkmalFaktor aus AbschlüssenFaktor aus Angeboten
Berlin21,1 (Stand 19.08.2026)rund 30,6 (Jahrgang 2025)
DatenbasisTransaktionsdaten des Gutachterausschusses für Grundstückswerte in Berlin, von Guthmann Estate ausgewertetGeforderte Kaufpreise und Mieten aus Anzeigen, IBB-Wohnungsmarktbericht 2025
ObjektartMehrfamilienhäuserEigentumswohnungen (Kaufpreis) und Mietwohnungen (Miete)
Wer rechnetGuthmann Estate, aus einem Rechenmodell, nicht amtlichBBI: mittlerer geforderter Kaufpreis, zwischen zwei Preisklassen ausgerechnet, geteilt durch zwölf Monatsmieten
Aussagewas Käufer tatsächlich bezahlt habenwas Verkäufer fordern, gemessen an geforderten Mieten

So rechnen wir das für Berlin. Der geforderte Kaufpreis in der Mitte aller Angebote liegt bei 5.789 Euro je Quadratmeter. Geteilt durch 189,36 Euro Jahresmiete je Quadratmeter (15,78 Euro mittlere Angebotsmiete mal zwölf) ergibt das 30,6. Die IBB selbst weist keinen Faktor aus. Objektart, Datengrundlage und Zeitpunkt sind verschieden. Der Abstand zwischen 30,6 und 21,1 ist deshalb kein Rabatt, den man beim Verhandeln herausholt.

Kaufpreisfaktor je Bezirk

Guthmann Estate weist für neun der zwölf Bezirke einen Abschlussfaktor aus, für Steglitz-Zehlendorf, Tempelhof-Schöneberg und Treptow-Köpenick nicht. Die rechnerischen Angebotsfaktoren liegen für alle zwölf Bezirke vor.

BezirkFaktor Abschluss, Mehrfamilienhäuser 2026Kauffälle 2026 bis 19.08.Faktor Angebot, rechnerisch (IBB 2025)
Charlottenburg-Wilmersdorf24,54227,8
Friedrichshain-Kreuzberg23,72227,9
Pankow22,03431,0
Mitte20,73227,7
Neukölln20,53932,8
Lichtenberg18,12034,7
Spandau17,02224,9 *
Reinickendorf16,23928,5
Marzahn-Hellersdorf15,9830,4
Steglitz-Zehlendorf4330,1
Tempelhof-Schöneberg3129,2
Treptow-Köpenick2926,0
Berlin21,136130,6

Abschluss: Guthmann Estate, Kartendatensatz „apartment buildings“ auf Basis der Transaktionsdaten des Gutachterausschusses, abgerufen am 15.09.2026; „–“ heißt, die Quelle weist keinen Wert aus. Marzahn-Hellersdorf beruht auf 8 Kauffällen und ist entsprechend unsicher.

Angebot: IBB-Wohnungsmarktbericht 2025, Tabellenband Tab. 25 und 27, eigene Berechnung. * Der mittlere Kaufpreis stammt hier aus einer Preisklasse, die nach unten offen ist, und ist deshalb unsicherer.

Gegenüber 2025 hält im Datensatz nur Charlottenburg-Wilmersdorf seinen Faktor (plus 0,5). Die stärksten Rückgänge zeigen Lichtenberg mit minus 4,9 und Reinickendorf mit minus 4,1. Wie weit Angebot und Abschluss auseinanderfallen, zeigt Lichtenberg: rechnerisch 34,7, beurkundet 18,1. Einzelheiten stehen auf den Bezirksseiten.

Von 32,1 auf 21,1: der Verlauf seit 2021

Der mittlere Abschlussfaktor für Berliner Mehrfamilienhäuser lag 2021 bei 32,1, 2022 bei 31,1, 2023 bei 25,3, 2024 bei 22,8 und 2025 bei 22,4. Mit 21,1 im Jahr 2026 ist er laut Guthmann Estate so niedrig wie seit 2014 nicht mehr (damals 19,7). Aus dieser Reihe leiten wir keine Prognose ab.

Rechenweg: vom Faktor zur Rendite

Teilen Sie 100 durch den Faktor, dann haben Sie die Rendite in Prozent. Gemeint ist die Miete eines Jahres im Verhältnis zum Kaufpreis, vor allen Kosten. Im Fachwort heißt sie Bruttoanfangsrendite. Umgekehrt ergibt 100 geteilt durch die Rendite wieder den Faktor.

  • Berlin, Wert in der Mitte 21,1: 100 ÷ 21,1 = 4,74, also rund 4,7 Prozent. Guthmann Estate nennt denselben Wert vor Betriebskosten.
  • Charlottenburg-Wilmersdorf, 24,5: 100 ÷ 24,5 = 4,08, also rund 4,1 Prozent.
  • Faktor aus Angeboten, Berlin, 30,6: 100 ÷ 30,6 = 3,27, also rund 3,3 Prozent.

In dieser Rendite fehlen Reparaturen, Hausverwaltung, ausgefallene Mieten, die Kosten rund um den Kauf, Zinsen und Steuern. Ob sich ein Haus rechnet, zeigt erst die Mietliste des konkreten Hauses.

Rechner

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Faktor und Liegenschaftszins

Gutachter bewerten ein vermietetes Haus über seine Mieteinnahmen. Das Ergebnis heißt Ertragswert. Dafür brauchen sie den Liegenschaftszins: die Verzinsung, die Käufer solcher Häuser am Markt erzielen. Der Gutachterausschuss leitet ihn aus echten Kaufpreisen ab. Für die Gebietsgruppe City liegt er bei Kaltmieten von 8 bis 12 Euro je Quadratmeter zwischen 3,3 und 3,9 Prozent (Stichtag 31.12.2024). Wie wir beides bei einer Bewertung zusammenführen, steht auf der Seite Zinshaus verkaufen in Berlin.

Hinweis. Die Guthmann-Werte stammen aus einer Auswertung mit einem Rechenmodell und ersetzen keine amtliche Statistik. Amtlich sind allein die Angaben des Gutachterausschusses. Diese Seite ist keine Anlage-, Rechts- oder Steuerberatung und enthält keine Preisprognose.

Quellen

  • Guthmann Estate, Market Intelligence Berlin, Apartment Buildings: Median-Vielfaches 2021 bis 2026, Stand 19.08.2026; Bezirkswerte und Kauffälle aus dem Kartendatensatz der Seite, Datenbasis Gutachterausschuss für Grundstückswerte in Berlin, abgerufen am 15.09.2026
  • Investitionsbank Berlin, IBB-Wohnungsmarktbericht 2025, Tabellenband, Tab. 25 (Angebotsmieten je Bezirk) und Tab. 27 (Angebotskaufpreise Eigentumswohnungen nach Preisklassen); Faktoren eigene Berechnung
  • Gutachterausschuss für Grundstückswerte in Berlin, Liegenschaftszinssätze zum Stichtag 31.12.2024, Gebietsgruppe City

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Weitere Zahlen: Report Wohnungsmarkt Berlin, Marktdaten im Überblick, Kapitalanlage in Berlin, Immobilienbewertung in Berlin.

Häufige Fragen

Kaufpreisfaktor Berlin: häufige Fragen.

Stand der Antworten: 15. September 2026

Wie hoch ist der Kaufpreisfaktor in Berlin 2026?

Mehrfamilienhäuser wurden in Berlin 2026 zum 21,1-Fachen der Jahresmiete ohne Nebenkosten verkauft. 2025 lag der Wert bei 22,4. Das ist jeweils der Wert in der Mitte aller Verkäufe. Quelle: Guthmann Estate auf Basis der Transaktionsdaten des Gutachterausschusses, Stand 19.08.2026. Aus den geforderten Preisen für Eigentumswohnungen errechnet sich ein Faktor von rund 30,6 (IBB-Wohnungsmarktbericht 2025, eigene Berechnung).

Welcher Berliner Bezirk hat den höchsten Kaufpreisfaktor?

In den Daten von Guthmann Estate liegt Charlottenburg-Wilmersdorf mit 24,5 vorn, danach Friedrichshain-Kreuzberg mit 23,7. Am unteren Ende stehen Reinickendorf mit 16,2 und Marzahn-Hellersdorf mit 15,9, abgerufen am 15.09.2026. Für Steglitz-Zehlendorf, Tempelhof-Schöneberg und Treptow-Köpenick weist die Quelle keinen Wert aus. Alle Werte beruhen auf beurkundeten Verkäufen von Mehrfamilienhäusern.

Wie rechne ich den Kaufpreisfaktor in eine Rendite um?

Teilen Sie 100 durch den Faktor. Das Ergebnis ist die Rendite in Prozent vor allen Kosten, im Fachwort Bruttoanfangsrendite. Beim Berliner Wert von 21,1 sind das rund 4,7 Prozent, beim Wert 24,5 für Charlottenburg-Wilmersdorf rund 4,1 Prozent. Reparaturen, Hausverwaltung, ausgefallene Mieten, die Kosten rund um den Kauf und die Zinsen sind darin nicht enthalten.

Warum liegt der Faktor aus Angebotsdaten so viel höher?

Beide Zahlen messen Verschiedenes. Der Wert von rund 30,6 stellt geforderte Kaufpreise für Eigentumswohnungen neben geforderte Mieten. Der Wert von 21,1 beruht auf beurkundeten Verkäufen von Mehrfamilienhäusern. Der Unterschied ist deshalb kein Rabatt beim Verhandeln. In ihm stecken Objektart, Datengrundlage und Zeitpunkt.

Ist ein niedriger Kaufpreisfaktor ein gutes Zeichen?

Für die laufende Rendite ja, denn für dieselbe Jahresmiete zahlt der Käufer weniger. Über Lage, Zustand, die Mieten im Haus und anstehende Reparaturen sagt der Faktor nichts. Ein niedriger Wert kann auch heißen, dass Käufer mit Risiken rechnen. Er gehört deshalb an den Anfang einer Bewertung und ersetzt sie nicht.

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